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Der Österreichische Cartellverband (ÖCV)

Der Cartellverband der katholischen österreichischen Studentenverbindungen (ÖCV) ist der Dachverband von 46 farbentragenden katholischen nicht schlagenden Universitätsverbindungen in allen österreichischen Universitätsstädten.

Er ist eine Vereinigung von 12.000 katholischen Studenten und Akademikern aller Generationen und der verschiedensten Fachbereiche.

Der ÖCV ist mit dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) wesentlicher Teil des CV in Europa.

Der CV engagiert sich für das gemeinsame Haus Europa im Europäischen Kartellverband christlicher Studentenverbände (EKV) - heute der größte Verband Europas für Akademiker, Studenten und Schüler. Ihm gehören 16 Verbände, 660 Verbindungen in 13 Staaten und mehr als 120.000 Mitglieder an. Bereits im Jahr 1990 öffnete sich der EKV nach Osten und ist anerkannte nichtstaatliche Organisation (NGO) beim Europarat.


Ziele des Cartellverbandes

Der CV fördert akademische Ausbildung und unterstützt in vielfältiger Weise das akademische Leben. Seine Mitglieder sind Katholiken, sie engagieren sich in Kirche, Staat, Gesellschaft und Hochschulen. Der CV und seine Mitglieder gestalten die Gesellschaft im gemeinsamen Europa im Sinne der christlichen Grundwerte.


Geschichte des ÖCV

Im Jahr 1844 wurde in Bonn die katholische Verbindung „Bavaria“ gegründet. Im Jahr 1864 kam es zur Konstituierung der "A.V. Austria Innsbruck", der ersten österreichischen katholischen Studentenverbindung. Basierend auf den Grundsätzen der katholischen Religion hatte diese gegen die Unsitte des Duells aufzutreten und den geistigen Kampf für Wahrheit und Religion aufzunehmen. 1876 wurde in Wien die "Austria Wien" gegründet.

Nach dem Anschluß im März 1938 wurden alle Verbindungen aufgelöst. Soweit möglich, wurde ein bescheidener Verbindungsbetrieb im Untergrund weitergeführt. CVer fanden sich in den Reihen der Widerstandsbewegung, viele mussten in Konzentrationslager und Gefängnisse.

Sofort nach Kriegsende nahmen die Verbindungen des ÖCV wieder ihren Betrieb auf. Ende November 1946 konnte in Wien wieder eine Cartellversammlung abgehalten werden und der von den Nationalsozialisten aufgelöste Verband wurde als "Cartellverband der katholischen Hochschulverbindungen" wieder hergestellt.